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PTBS erkennen und behandeln: Was Sie wissen müssen

Eine Frau mit traurigem Gesichtsausdruck liegt auf einem Sofa. Ihr Kopf ruht im Schoß ihrer Freundin. Die Freundin, die aufrecht sitzt, streichelt ihr sanft übers Haar – eine tröstende und unterstützende Geste.

Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ist eine psychische Erkrankung, die sich entwickeln kann, nachdem Sie ein beängstigendes oder sehr stressiges Ereignis erlebt oder miterlebt haben. Es geht nicht nur darum, sich für kurze Zeit verärgert oder verängstigt zu fühlen; PTBS kann Monate oder sogar Jahre andauern. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass PTBS kein Zeichen von Schwäche ist – es kann jedem passieren.

Das Verstehen der Anzeichen einer PTBS und die Suche nach der richtigen Behandlung können für Ihren Heilungsprozess entscheidend sein. Wenn Sie an einer PTBS leiden, haben Sie möglicherweise das Gefühl, in dem traumatischen Ereignis gefangen zu sein, als ob es sich wiederholen würde. Dies kann zu intensiven emotionalen und körperlichen Reaktionen führen.

Anzeichen einer PTBS

1. Flashbacks und Albträume:
Wenn Sie an einer posttraumatischen Belastungsstörung leiden, erleben Sie möglicherweise Flashbacks, bei denen Sie das Gefühl haben, das traumatische Ereignis noch einmal zu erleben – sogar wenn Sie wach sind. Auch Albträume über das Ereignis sind häufig.

2. Vermeidung:
Möglicherweise vermeiden Sie Orte, Menschen oder Aktivitäten, die Sie an das traumatische Erlebnis erinnern. Sie könnten sich beispielsweise von einem bestimmten Ort fernhalten oder vermeiden, über das Geschehene zu sprechen.

3. Gefühl der Taubheit oder Distanz:
Sie fühlen sich möglicherweise von anderen Menschen abgekoppelt, sogar von denen, die Sie lieben. Sie fühlen sich möglicherweise emotional taub oder haben das Gefühl, dass Ihnen Dinge, die Sie einmal genossen oder geschätzt haben, egal sind.

4. Hypervigilanz:
Möglicherweise fühlen Sie sich ständig nervös oder übermäßig wachsam, als lauere immer Gefahr. Dies kann es Ihnen schwer machen, sich zu entspannen oder gut zu schlafen.

5. Stimmungsschwankungen:
Bei einer PTBS kommt es häufig zu starken Stimmungsschwankungen. Sie fühlen sich möglicherweise wütend, traurig oder schuldig – manchmal ohne genau zu wissen, warum.

Ursachen von PTSD

Eine PTBS kann sich nach dem Erleben verschiedener traumatischer Ereignisse entwickeln. Einige häufige Ursachen sind:

  • Kampf- oder Kriegserfahrungen (insbesondere bei Kriegsveteranen)
  • Naturkatastrophen wie Hurrikane oder Erdbeben
  • Autounfälle
  • Körperlicher oder sexueller Missbrauch
  • Zeuge von Gewalt oder einem traumatischen Ereignis werden

Es ist wichtig zu beachten, dass jeder anders auf ein Trauma reagiert. Während manche Menschen nach einem traumatischen Ereignis eine PTBS entwickeln können, ist dies bei anderen nicht der Fall. Eine PTBS ist eine normale Reaktion auf eine abnormale Situation und macht Sie nicht „schwach“ oder „fehlerhaft“.

Wie PTBS behandelt wird

Die gute Nachricht ist, dass PTBS behandelbar ist. Mit der richtigen Hilfe können Sie sich erholen. Die Behandlung umfasst oft eine Kombination aus Therapie, Medikamenten und Unterstützung durch Ihre Mitmenschen. Hier sind einige der häufigsten Behandlungsmöglichkeiten:

1. Therapie:
Eine Therapie ist eine der wirksamsten Behandlungsmethoden für PTBS. Häufig wird eine kognitive Verhaltenstherapie (CBT) eingesetzt, um Ihnen zu helfen, die Verbindung zwischen Ihren Gedanken, Gefühlen und Handlungen zu verstehen. Bei PTBS können Therapeuten eine spezielle Form namens traumafokussierte kognitive Verhaltenstherapie verwenden, die es Ihnen ermöglicht, sich Ihren Erinnerungen in einer kontrollierten Umgebung sicher zu stellen. Eine andere Therapie namens Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR) hilft Ihnen, traumatische Erinnerungen zu verarbeiten.

2. Medikamente:
Ärzte können Medikamente verschreiben, um Symptome wie Angstzustände oder Depressionen zu lindern. Diese Medikamente können Ihnen helfen, sich ausgeglichener zu fühlen und sich auf Ihre Therapie zu konzentrieren.

3. Selbsthilfegruppen:
Der Kontakt mit anderen, die Ihre Situation verstehen, kann unglaublich hilfreich sein. In Selbsthilfegruppen können Sie Ihre Probleme teilen, Ratschläge einholen und sich verstanden fühlen.

4. Selbstpflege und Änderungen des Lebensstils:
Sich um Körper und Geist zu kümmern, kann einen großen Unterschied bei der Bewältigung von PTBS-Symptomen machen. Regelmäßige Bewegung, guter Schlaf und eine gesunde Ernährung können zu Ihrem Wohlbefinden beitragen. Das Erlernen von Entspannungstechniken wie tiefem Atmen kann auch Ängste reduzieren.

Wann Sie Hilfe suchen sollten

Wenn Sie bei sich selbst oder einer Ihnen nahestehenden Person Anzeichen einer PTBS bemerken, ist es wichtig, Hilfe zu suchen. Ein Gespräch mit einem Arzt, Therapeuten oder Berater ist ein guter erster Schritt. Je früher Sie sich behandeln lassen, desto besser sind Ihre Heilungschancen.

Denken Sie daran, dass es in Ordnung ist, um Hilfe zu bitten. PTBS ist eine ernste Erkrankung, aber mit der richtigen Unterstützung und Behandlung können Sie heilen und ein erfülltes, glückliches Leben führen.

Manchmal kann PTBS eine psychische Krise sein. Kontaktieren Sie unser Krisenzentrum unter +1-303-425-0300 oder besuchen Sie das Zentrum in 4643 Wadsworth Blvd, Wheat Ridge, CO 80033.

Um mit Ihrer PTBS-Behandlung zu beginnen, vereinbaren Sie unten einen Termin mit dem Jefferson Center: